Alarmierung

Geschrieben von am 26. April 2010 | Abgelegt unter

Hier nun kurz den Ablauf einer Alarmierung, das richtige Absetzen eines Notrufes und weitere wichtige Informationen

Der Notruf

Ein richtig abgesetzer Notfruf erleichtert jeden Einsatz. Mangelnde Informationen erschweren den Einsatz und kosten Anlaufzeit beim Einsatzbeginn.

Die Anrufe über die Notrufnummern 115 und 118 werden in der Landesnotrufzentrale in Bozen abgewickelt. Der Disponent versucht  durch die vom Anrufer erhaltenen Informationen die Gefahrensituation einzuschätzen, gibt wenn möglich Anweisungen für sofortige Erstmaßnahmen und alalrmiert die geeigneten oder zuständigen Rettungsorganisationen.

Folgende Punkte sind bei einem Anruf zu beachten:

Die Alarmierung

Alle Rettungsdienste in Südtirol werden zentral von der Landesnotrufzentrale (LNZ) in Bozen alarmiert. Die vom Anrufer erhaltenen Informationen werden vom Disponent mittels einer Einsatzleitsoftware aufgenommen und ermittelt dadurch die benötigten Rettungsmittel und die zuständigen Einheiten.

Jede Feuerwehr ist für ein genau festgelegtes Gebiet zuständig. Für jede Wehr ist in der LNZ ein eigener Alarmplan hinterlegt. Dieser gibt an welches Alarmierungsmittel (Personenrugempfänger, Sirene,Telefon usw.) bei welcher Alarmstufe zu verwenden ist.

Alarmstufe 1 Kleinbrand Kfz, Mülltonnenbrand, verdächtige Rauchentwicklung
Alarmstufe 2 Mittelbrand Zimmer, mehrere Kfz, Lkw, Gebäude
Alarmstufe 3 Großbrand Großobjekte, Industriebetrieb, landw. Anwesen
Alarmstufe 4 techn. Einsatz klein Fahrbahnverunreinigung, Verkehrshindernis, Wasserschaden, Tierrettung
Alarmstufe 5 techn. Einsatz mittel Verkehrsufall  mit eingeklemmter Person, Bauunfall
Alarmstufe 6 techn. Einsatz groß Massenunfall, Zugunfall, Hauseinsturz, Flugzeugabsturz
Alarmstufe 7 Gefahrgutunfall Chemie, Mineralöl, Gas, wassergefährdende-, radioaktive Stoffe
Alarmstufe 8 Sammelruf

In Abhängigkeit der Alarmstufe und des jeweiligen Alarmplans können so auch mehrere wehren gleichzeitig in den Einsatz gerufen werden.

Hat der Disponent nun die Art der Alarmierung und der zu alarmierenden Organisationen festgestellt, erfolgt die eigentliche Alarmierung über das Funknetz. Die Feuerwehren in Südtirol nutzen für den Funkvehrkehr das 4-Meter-Band, wobei es pro Bezirk eigene Kanale gibt.

Die Alarmierungsmittel

Die Feuerwehr Ehrenburg kann über Sirene oder Personenrufempfänger (oder beides) in den Einsatz gerufen werden. Sollte eines dieser Mittel versagen, kann eine Alarmierung über Telefon durchgeführt werden.

Personenrufempfänger(PRE)

Das wichtigste Alarmierungsmittel im modernen Feuerwehrwesen sind die Personenrufempfänger. Jeder Wehrmann der Feuerwehr Ehrenburg ist mit einem PRE ausgestatt. Durch eine spezielle über Funk gesendete Tonfolge werden die PRE unserer Wehr ausgelöst. Nach einem akustischen Signal folgt eine Durchsage des Disponenten der LNZ, in der Einsatzort,Alarmstufe und Kurzbeschreibung des Einsatzes enthalten sind.

Sirene

Bei bestimmten Alarmstufen wird zusätzlich zu den Personenrufempfängern auch die Sirene am Gerätehaus und jene in der Industriezone ausgelöst. Auch dies geschiet durch eine spezielle Tonfolge. Eine weitere Möglichkeit zur Auslösung der Sirene ist das Betätigen des Sirenenschalters am Gerätehaus.

Jeden Samstag um 12.00 Uhr mittags wird automatisch ein Sirenentest durchgeführt.

SMS-Box


Als alternative Alarmierungsmethode verfügt die Feuerwehr Ehrenburg über eine SMS-Box, die bei Auslösung der PRE automatische eine SMS-Nachricht mit einem Alarmtext an die eingespeicherten Telefonnummern schickt. Auch interne Informationen können so schnell und einfach unter den Wehrleuten verbreitet werden.

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